Projektkurse des 13. Jahrgangs-2021

In unserem letzten Schuljahr lief alles anders als geplant. So auch die Projektkurse des 13.Jahrgangs, welche eine langjährige Tradition an unserer Schule haben. Ende der 12. Klasse (Q1) haben wir alle einen von drei Projektkursen gewählt: Kunst-Geschichte, Sport oder Theater. Das war noch ganz normal… Mit dem Distanzunterricht ab Mitte Dezember bis in den Februar war es jedoch schwierig, so wie geplant an den Projekten zu arbeiteten.

Der Projektkurs Kunst-Geschichte hat das Thema „Erinnern und Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus“ und beinhaltete in diesem Jahr eine Fahrt nach Dachau in der Nähe von München für den ganzen Jahrgang. Diese musste leider coronabedingt ausfallen, so dass wir eigenständig nach Inspiration für das Projekt gesucht haben. Die Ergebnisse sind sehr vielfältig und habe alle eine eigene Intensität. Einige sind unter diesem Artikel abgebildet.

Wir Schüler*innen haben unseren Schwerpunkt - Geschichte oder Kunst - dabei selbst gewählt. Schüler*innen, die sich für den künstlerischen Schwerpunkt entschieden, fertigten z.B. ein Modell des KZ Auschwitz l („Stammlager“) an oder gestalteten Leinwände, welche die Menschenversuche der Nazis abstrakt darstellen oder das Holocaust- Mahnmal in Berlin zeigen. Andere erstellten Skulpturen aus Ton und Karton, die das Tor zum KZ Auschwitz darstellen.Schüler*innen, die den geschichtlichen Schwerpunkt auswählten, schrieben eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Widerstandsgruppen und -kämpfer des Nationalsozialismus“. Es gab auch Gruppen die beide Schwerpunkte miteinander verknüpften, indem sie einen Text mit Augenzeugenberichten über die Kindheit im NS-Regime – sowohl aus jüdischer als auch aus „deutscher“ Perspektive - schrieben und passend dazu ein Bild von einer berührenden Szene aus dem Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“ anfertigten.

Leider konnten wir unsere Bilder in diesem Jahr nur den Mitschüler*innen aus unserem Jahrgang in einer kleinen Ausstellung präsentieren, die geplante Ausstellung in der Alten Post konnte - wie vieles andere - in diesem Jahr nicht stattfinden. Einige der Werke werden aber im ersten Stock des Oberstufengebäudes aufgehängt werden, so dass sie dort noch länger und für mehr Interessenten sichtbar sein werden.

Der Projekturs Theater hat bis in den Lockdown hinein ein eigenes Stück geschrieben, das in der letzten Woche vor den Osterferien nach einer sehr kurzen Probezeit vor den Mitschüler*innen des eigenen Jahrgangs und den Lehrer*innen im Forum der Schule aufgeführt werden konnte. Die geplante Aufführung an einem Abend im Kulturforum Alte Post vor großem Publikum konnte coronabedingt nicht stattfinden.

In „Aschenputtel - der Film“ bildete das klassische Märchen lediglich den Rahmen für einen Thriller im Mafia-Millieu. Nach dem märchenhaften Beginn, in dem sich die bösen Schwestern mit Aschenputtel um die Teilnahme am Ball streiten, erfolgt ein harter Cut und durch das Eingreifen des Regisseurs wird deutlich, dass man sich an einem Filmset befindet. Die Rolle des Prinzen ist noch nicht besetzt, um diese buhlen die Söhne zweier Mafia-Clans auf einer rauschenden Party des Produzenten. Leider liegt dieser am nächsten Tage tot in den Überresten der Party. Bei den eingeschalteten Polizisten bedienen die Schüler*innen die typischen Klischees der deutschen Krimi-Kultur - der harte, coole Cop, der Bürokrat, die herrische Chefin. Die Darstellung der Polizisten und der dümmlichen und daher entbehrlichen Mitglieder beider Mafia-Clans, die zur Bereinigung der Situation geschickt werden, sorgen immer wieder für Lacher im Publikum.

Das Stück ist gespickt mit vielen interessanten Details, wie Bezügen zu früheren Aufführungen, an denen Schüler*innen beteiligt waren, Beziehungsprobleme und deren überraschenden Lösung einer Schauspielerin, eine eingespielte Meldung des Erft-Radios zur Todesursache des Produzenten und der Tatsache, dass beide Mafia-Clans von starken Frauen geführt werden, die vor nichts zurückschrecken.

Wie schade, dass das Stück in diesem Jahr nicht auf großer Bühne und vor großem Publikum gezeigt werden konnte!

Von Ina Purcell, Franziska Süß und Natascha Leßlich

 


 


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