Gedichtwettbewerb des 9. Jahrgangs

„Extreme“ lautete das Thema des diesjährigen Gedichtwettbewerbes unseres 9. Jahrgangs, passend zur derzeitigen Situation weltweit. Extrem waren auch die Bedingungen, unter denen der Wettbewerb stattfand: An Stelle des sonst üblichen Live-Publikums wurden die Vortragenden gefilmt und der Film wurde später in den Deutsch-Kursen gezeigt. Neben den je zwei von ihren Kursen ausgewählten jungen Dichtern saß lediglich die Jury in der gut durchlüfteten und entsprechend kalten Mensa. Die Masken durften die Schüler/innen nur für ihren Vortrag auf der Bühne abnehmen.

Die Jury bestand aus Frau Kötter als Vertreterin der Schulleitung, Frau Sewald und Herr Scheufens als Vertreter der Fachschaft Deutsch sowie Lisa Pajonczek (10a), der Siegerin des letzten Gedichtwettbewerbes. Nachdem alle zwölf Teilnehmer ihre Gedichte vorgetragen hatten, diskutierte die Jury lange, wen sie zum Gewinner küren sollte. Das Feld lag eng beieinander, das Niveau der Gedichte war insgesamt hoch. Frau Kötter hob bei der Siegerehrung noch einmal hervor, wie beeindruckt sie von einigen Beiträgen war, in denen auch sehr persönliche Erfahrungen, wie z. B. Liebeskummer oder gebrochene Herzen verarbeitet wurden.

Letztlich fiel die Entscheidung für den Beitrag „Geb ich auf?“ von Felix Kittel. Auf den zweiten Platz hob die Jury Calvin Ratz mit seinem Gedicht „Komenius Pluto“, den dritten Platz erhielt Emelie Fischer mit „Chaos“. Alle drei erhielten Buchhandlungs-Gutscheine für ihr Engagement. Felix Kittel trug abschließend sein Gedicht - welches Sie unter diesem Text lesen können - noch einmal gekonnt vor.

Geb ich auf? (von Felix Kittel)

Ich glaube ich packe es nicht mehr all dieser Druck von allen Seiten,
er lastet auf mir und ist unheimlich schwer.
Ich muss aufhören sonst werde ich mir schaden bereiten

Gebe ich auf?
Ich weiß es nicht,
es nimmt ja keinen guten Lauf
Am Ende schaffe ich es sicherlich oder vielleicht auch nicht.

Was rede ich da,
ich muss aufhören,
denn ich weiß es ja,
am Ende wird es mich zerstören

Also muss ich die ganze Last abstreifen,
ich muss das machen und begreifen,
ansonsten habe ich gar nichts mehr,
meine Zeit läuft ab mehr und mehr.

Das Aufhören erfordert Zeit,
doch die nehme ich mir.
Ein Weg voller endlosem Leid
doch es lohnt sich damit ich nicht verlier.

Ich bin auf einem guten Weg,
der aber nur auf morschen Brettern steht,
also bleibe ich nicht stehen,
denn ich will mich nicht wieder am Boden sehen.

Ich steige immer weiter auf,
die schwere meiner Last,
sie hört endlich auf.

Am Ende habe ich es geschafft.
Ich bin stolz auf mich,
ab jetzt wird nur noch gelacht
und ihr schafft das auch, sicherlich

Wenn ihr das gleiche Problem habt und aufgebt,
habt ihr schon verloren, doch wenn ihr wie ich weiter dafür lebt,
habt ihr für euch alleine den Sieg erkoren.

 


 


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