Autorenlesung mit Dirk Reinhardt

Der Jugendbuchautor Dirk Reinhardt nimmt sich in seinen Romanen historischer oder aktueller Begebenheiten, an recherchiert gründlich und lässt diese mit Hilfe fiktiver Personen lebendig werden. Aus einem seiner Bücher - „Edelweißpiraten“ - las er für Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang.

Bei seiner Lesung im Forum führte er seine jungen Zuhörer zunächst ein in die Welt der Jugendlichen im Nationalsozialismus. Untermalt von Fotos erzählte er von Hitlerjugend (HJ) und Bund Deutscher Mädchen (BDM), bei denen jede/r Jugendliche mitmachen musste, um sich keinen Schikanen seitens der Lehrer oder Arbeitgeber auszusetzen. In der HJ wurden die Jungen auf ihren späteren Einsatz im Krieg oder als Arbeiter vorbereitet, während die Mädchen lernen sollten, Hausfrau und Mutter zu sein. In beiden Organisationen herrschten eine strenge Hierarchie und strenge Regeln, gegen die sich einige Jugendliche aus der Arbeiterklasse auflehnten. In Köln-Ehrenfeld gründeten sich so die Edelweißpiraten als Gegenbewegung. Sie waren zunächst nicht politisch, hatten lediglich keine Lust auf den Drill in ihrer Freizeit. Rein äußerlich unterschieden sie sich bereits von den uniformierten, kurzgeschorenen HJlern und provozierten Straßenschlachten mit diesen, wenn sie auf sie trafen. Aufgrund der immer stärker werdenden Repressalien und Einschränkungen im täglichen Leben wendeten die Mitglieder der Edelweißpiraten sich bald auch politischen Aktionen zu. So verteilten sie regimekritische Flugblätter oder sprühten Parolen an Hauswände. Von Planung und Durchführung einer solchen Aktion handelte der erste Abschnitt, den Reinhardt den Schülern aus seinem Buch vortrug.

Einige der Edelweißpiraten radikalisierten sich weiter, gingen in den Untergrund und verübten bewaffnete Anschläge, zum Beispiel auf Nachschubzüge. In der zweiten Leseprobe die der Autor vortrug, ging es dann um ein Verhör bei der Gestapo in Köln, das für die Jungen leicht mit einer öffentlichen Hinrichtung oder der Einlieferung in ein KZ hätte enden können.

Wohin der weitere Weg die jungen Rebellen führt, lässt der Autor jedoch bewußt offen, um möglichen Lesern nicht die Spannung zu nehmen.

Die Schüler/innen hatten den Erzählungen und Leseproben gebannt zugehört und stellten im Anschluß interessiert Fragen zu HJ und BDM, zum Umgang mit Mädchen im Nationalsozialismus und auch, wie Reinhardt die Idee zu diesem Buch entwickelt habe. An dieser Stelle konnten sie wieder einer spannenden Geschichte lauschen, diesmal zu einer wahren Begebenheit: Der Autor erzählte von seiner Oma, die als junge Frau zum Verhör bei der Gestapo musste, dies jedoch mit ein bisschen Glück überlebt hat.

von I. Purcell

 


 


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