Literaturkurs gibt den Hamlet

Eine beeindruckende Inszenierung von Shakespeares “Hamlet” zeigte der Literaturkurs des 12. Jahrgangs von Kristina Kappe. Durch interessante dramaturgische Kniffe hatte jeder der 29 Teilnehmer des Kurses zeitweise eine Hauptrolle inne. So spielten zehn Hamlets zeitweise parallel, standen zu zweit oder allein auf der Bühne. Auch die Rollen von Polonius, Ophelia, Laertes und Königin Gertrude waren doppelt besetzt, gleich drei Schüler spielten König Claudius.

Gekürzt um den Erzählstrang des Konflikts mit Norwegen und einige Nebenrollen, hielten sich die Schüler/innen weitgehend an den traditionellen, shakespearischen Text, ergänzt durch kleine moderne Passagen.

Die verworrene Handlung von Shakespeares Tragödie beginnt mit der Erzählung vom Tod des alten Königs, der angeblich von seinem Bruder Claudius ermordet wurde. Selbiger Claudius hat nun Königin Gertrude geheiratet, die Mutter Hamlets. Hamlet sinnt auf Rache. Zugleich liebt er Ophelia, die Tochter von Polonius, dem nach Macht strebenden Berater des Königs. Diese weist ihn jedoch aufgrund von Warnungen ihres Vaters zurück. Besonders beeindruckend spielten alle zehn Hamlets gemeinsam bei dem von Polonius arrangierten Treffen mit Ophelia den mit “Sein oder nicht sein” eingeleiteten Monolog: während ein Hamlet sprach, hingen die anderen in den Beleuchtungssäulen, sprachen parallel und unterstützten den Sprecher mit metallischer Percussion.

Die von Hamlet instruierte Schaustellertruppe rappt in der Inszenierung der Schüler/innen gekonnt den Vorwurf des Brudermordes an König Claudius. Als dieser sich verwirrt zum Gebet zurückzieht, widersteht Hamlet dem Drang ihn zu töten. Beim anschließenden Treffen mit seiner Mutter, Königin Gertrude, macht er dieser heftige Vorwürfe. Eindrucksvoll verstärkt werden diese durch einen zweiten, parallel spielenden, stummen Hamlet mit weißer Maske. In dieser Szene gibt es den ersten einer Reihe von Toten: Polonius, der sich hinter einem Vorhang verbirgt um zu lauschen, wird von Hamlet erstochen, der ihn für Claudius hält. Die nächste Tote ist Ophelia, die in ihrem Kummer um den Vater in einem Bach ertrinkt. Ihr Tod führt zu einem Duell zwischen ihrem Bruder Laertes und Hamlet, in dessen Verlauf zunächst Laertes tödlich getroffen wird, Königin Gertrude an einem für Hamlet bestimmten, vergifteten Trank stirbt, Hamlet König Claudius zwingt, ebenfalls davon zu trinken und schließlich Hamlet seinen Verletzungen erliegt. Den jungen Schauspieler/innen ist der Spaß an diesem Gemetzel sichtlich anzusehen, ebenso dem weißen Reinigungstrupp, der sich - vom Druck der Herrschenden befreit - abschließend bequem auf den Leichen nieder lässt. Überraschend tritt an dieser Stelle noch einmal Polonius - oder sein machthungriger Geist - in doppelter Besetzung auf. Die beiden Poloniusse lassen sich auf den Thronen von König und Königin nieder und setzen sich genüßlich die Kronen auf ihre Häupter.

Der Dank der Schülerinnen und Schüler an ihre Kursleiterin war berechtigt, hatte sie doch jeden Einzelnen zu Höchstleistungen angespornt. Aber auch den tollen Schauspieltalenten gebührt ein großes “Dankeschön” für einen heiteren Abend!!

von Ina Purcell

 

 



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