Gedenkstättenfahrt des 13. Jahrgangs
Veröffentlicht am 3.11.2025
Im Rahmen der Gedenkstättenfahrt reisten wir, der 13. Jahrgang, in diesem Jahr nach Polen, um uns intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust auseinanderzusetzen. Ziel der Fahrt war es, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Verantwortung aus der Geschichte erwächst.
Ein zentraler Teil der Reise war der Besuch der ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz I und Auschwitz-Birkenau. Während einer geführten Tour durch Auschwitz I wurde uns der Ausmaß der Verbrechen des NS-Regimes auf eindrückliche Weise vor Augen geführt. Besonders bewegend waren die originalen Ausstellungsstücke – Berge von Schuhen, Brillen und Haaren der Opfer –, die das Geschehene greifbar machten und viele von uns tief erschütterten.
Am nächsten Tag besuchten wir Auschwitz-Birkenau (Auschwitz II). Vor allem die Größe des Geländes und der weitgehend erhaltene Originalzustand machten deutlich, welche Macht die nationalsozialistische Vernichtungspolitik hatte. Das Gefühl der Surrealität und Fassungslosigkeit begleitete uns den ganzen Tag.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Fahrt war der Aufenthalt in Krakau. Dort trafen wir die Zeitzeugin Hanna Kleinberg, die uns von ihrem Leben während der NS-Zeit erzählte. Als Jüdin verlor sie ihren Vater und ihre Großeltern, konnte jedoch gemeinsam mit ihrer Mutter und Schwester dank der Hilfe eines Verwandten im Versteck überleben. Ihre eindrücklichen Worte und ihre Mahnung, dass so etwas nie wieder geschehen dürfe, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Neben den Gedenkstättenbesuchen nahmen wir auch an kulturellen Programmpunkten teil. Wir besuchten unter anderem eine Ausstellung des Künstlers Marian Kolodeziej, der in einem ehemaligen Kloster seine Werke über seine Zeit als Häftling präsentierte. Außerdem erkundeten wir die Altstadt Krakaus bei einer Stadtführung und lernten die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt kennen.
Die Gedenkstättenfahrt war für alle Teilnehmenden eine prägende und emotionale Erfahrung. Sie hat uns die Geschichte auf eine Weise nähergebracht, wie es kein Unterricht je könnte.
von Mira Treptow















