Distelfalter, flieg! Ein Biologieprojekt der Klasse 5b

An einem wunderschönen Schultag sagte uns Frau Bolwin in der Biologiestunde, dass wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b, sehr bald eine Überraschung bekommen würden. Wir waren sehr gespannt darauf, was nun kommen würde. Nach etwa zwei Wochen war es soweit! In einem kleinen Behälter kamen fünf kleine schwarze Raupen zu uns! Frau Bolwin erklärte uns, dass dies Raupen der Schmetterlingsart Distelfalter seien und dass wir in den nächsten Wochen beobachten würden, wie die Raupen immer größer werden, sich anschließend verpuppen und als Schmetterlinge schlüpfen würden. Wir fanden sie toll und gaben allen sofort einen Namen: Larry, Garry, Günther, Olaf und Milchbubi. Ab sofort haben wir ihre Entwicklung gefilmt.

Der Behälter, in dem sie zu uns kamen, war verschlossen. Im Deckel waren kleine Löcher, damit die Raupen atmen konnten. Zudem war am Deckelboden ein Papier befestigt, an dem sich die Raupen später beim Verpuppen aufhängen konnten. Ein Nährboden war auch im Behälter, damit die Raupen genug zu Fressen hatten. Die fünf schwarzen Raupen haben wir ganz oben bei uns ins Regal zu unseren Klassenkuscheltieren - dem Schaf Oskar und dem Schwein Piggy - gestellt, weil die Raupen Wärme und Licht brauchen, um sich gut zu entwickeln. Wir mussten nur darauf achten, dass sich im Behälter keine Feuchtigkeit bildete, damit die Raupen nicht krank wurden.

Innerhalb weniger Tage wuchsen sie von einigen Millimetern auf 4,5 cm Größe. Dann verpuppten die Raupen sich. Dazu kletterten sie zum Becherdeckel hoch, hängten sich vom Deckel herab am Papier umgekehrt auf und bildeten mit ihrem Körper die Form eines „J“. Wir erfuhren, dass solche Puppen, die kopfüber hängen, "Stürzpuppen"genannt werden. Wenn man sie ganz genau betrachtete, konnte man den Kopf samt Augen sowie später die Flügel erkennen. Wir achteten ganz besonders darauf, die Raupen bei der Verpuppung nicht zu stören, damit ihre Umwandlung problemlos klappt.

Die Puppen konnten jedoch nicht im ursprünglichen Behälter bleiben. Sie mussten umgesiedelt werden, damit die Schmetterlinge nach dem Schlüpfen genügend Platz hatten. Frau Bolwin öffnete den Becherdeckel mithilfe einiger Kinder langsam und hängte dann das Papier mit den Puppen mit einer Sicherheitsnadel im Schmetterlingshabitat auf. Danach untersuchten wir den Becherboden genauer. Alle Raupen hatten bei der Verpuppung ihren Kopf sowie ihre Gliedmaßen abgeworfen, weil sie diese als Schmetterlinge nicht mehr brauchten. Während der so genannten Metamorphose entstehen nämlich neue Mundwerkzeuge und Gliedmaßen, die an die veränderte Lebensweise des Schmetterlings angepasst sind.

Neun Tage dauerte es, bis der erste Distelfalter über Nacht schlüpfte. Er sah toll aus! Bald leisteten ihm die restlichen Schmetterlinge Gesellschaft. Alle Distelfalter hatten bezaubernd schöne Flügel. Ihre Oberseite war orangebraun mit schwarzen Flecken, die Vorderflügelspitzen waren schwarz mit weißen Pünktchen. Wenn sie die Flügel zuklappten, sah es so aus, als würden uns acht Augen ansehen. Die Flügel waren nach dem Schlüpfen ziemlich zerknittert und mussten erstmal trocknen und sich glätten. Dabei tropfte eine rote Flüssigkeit aus dem Schwanz des Schmetterlings raus. Wir erfuhren, dass es sich hier um übrige Flügelfarbe und überflüssiges Gewebe handelte. Sehr spannend war es auch zu beobachten, dass die Schmetterlinge unmittelbar nach dem Schlüpfen zwei sehr flexible und weiche Halbröhren besaßen, die durch mehrmaliges Ein- und Ausrollen zusammenfanden und schließlich den Saugrüssel bildeten. Erst dann konnte der Schmetterling Blütennektar trinken. Unseren fünf Distelfaltern gaben wir Bananenscheiben, an denen sie gern saugten.

Nachdem alle Schmetterlinge zu Kräften gekommen waren, mussten wir sie frei lassen. Wir wählten dafür den Lehrergarten, weil dort viele Blütenpflanzen wachsen. Vorsichtig zeigten wir den Schmetterlingen den Weg in die Freiheit und voller Freude schauten wir, wie sie direkt zu den Blüten flogen. Wir haben gelernt, wie zerbrechlich diese wunderschönen Wesen sind und wie wichtig es ist, ihren Lebensraum zu schützen. Wir sind dankbar und glücklich, dass es alle fünf Raupen geschafft haben, sich zu wunderschönen und kräftigen Distelfaltern zu entwickeln und wünschen ihnen einen guten Flug, in der Hoffnung, sie wieder in unserer Nähe zu entdecken!

Von Maymouna Gohar und Boryana Bolwin (06/2016)


 


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