Sozialwissenschaften

Das Fach Sozialwissenschaften

„Seid nicht zufrieden mit dem Was, sondern erforscht das Warum und das Wie!“
—Lord Robert Baden-Powell

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"Vertreterinnen" der USA beim Planspiel POL&IS
Das Fach Sozialwissen-schaften hat mit gesellschaftlichen Fragestellungen zu tun, die unmittelbar das Leben der Jugendlichen berühren und zu denen sie eine begründete und differenzierte Meinung bilden sollen. Das Unterrichtsfach verbindet die drei Teildisziplinen der Sozialwissenschaften miteinander:

  • Soziologie: z. B. Lebensgestaltung und Sozialstruktur – Chancengleichheit und Gerechtigkeit? (Wie) sollte sich der Sozialstaat wandeln?
  • Wirtschaftswissenschaften: z. B. (Wie) funktioniert Marktwirtschaft? Welche Wirtschaftspolitik führt zum Gleichgewicht?
  • Politikwissenschaften: z. B. Die UNO als Krisenmanager? Europa quo vadis?

Die methodische Umsetzung erfolgt anhand schülerorientierter, kontroverser und aktueller gesellschaftlicher Fragestellungen (Zeitung), zu denen die Lernenden ein eigenes fundiertes Urteil entwickeln, etwa im Rahmen von Pro-Contra-Debatten, Rollenspielen und Podiumsdiskussionen. Über ein vielfältiges Methodenrepertoire (z. B. Expertengespräche und -interviews, Projekte, in deren Rahmen fachspezifische Verfahren, etwa die der empirischen Datengewinnung, erprobt werden können, sowie deren Auswertung und Visualisierung) wird den Lernenden die Möglichkeit geboten, sich selbstständig, in eigenem Tempo und eigenverantwortlich Lerninhalte zu erschließen.

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"Wirtschaftsminister" von Arabien bei POL&IS
Um Bezüge zur Wirklichkeit herstellen zu können, eignet sich meist die Handlungsorientierung. Dadurch lassen sich unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze kennen lernen sowie vernetztes Denken und Probehandeln üben. Handlungsorientierte Methoden wie Rollen- und Planspiel, Talkshows, Fallanalysen, Expertenbefragungen und Diskussionsrunden bieten vielfältige Möglichkeiten. Neben aktuellen Themenbezügen im normalen SoWi-Unterricht organisieren die Schüler(innen) regelmäßig im Rahmen von Projektwochen Pro-Contra-Debatten oder politische Talkshows. Getreu dem Politologen Peter Massing sind auch wir der Meinung, dass, obgleich jede Debatte in eine Entscheidung durch Abstimmung mündet, nicht die Entscheidung das zentrale Element ist, sondern deren Begründung sowie die Analyse der Argumente usw., die das Entscheidungsverhalten beeinflusst haben. Auf diese Weise kann die Debatte einen Beitrag zur politischen Urteilsbildung leisten. In der Debatte werden die zum Teil rationalen, zum Teil aber auch emotionalen Gründe als Urteilskriterien bewusst gemacht und mit anderen, ebenfalls rationalen oder emotionalen Urteilskriterien konfrontiert. Sinn der Debatte im Politikunterricht ist es, Schüler(innen) mit möglichst vielen Begründungen vertraut zu machen, mit denen Urteile gerechtfertigt werden können, um zu zeigen, dass sie sich im Dialog erörtern lassen. Über diesen inhaltlichen Aspekt hinaus können Schüler(innen) lernen, genau zuzuhören, abzuwarten, Aussagen der Gesprächspartner präzise wiederzugeben, sie zu kommentieren, Gegenthesen zu formulieren oder stützende Argumente zu finden. Auf der kommunikativen Ebene ist die Debatte eine gute Übung für die Praxis politischen Redens.

Um den Schülerinnen und Schülern eine realistische Auseinandersetzung mit politischen Kontroversen zu ermöglichen, findet einmal im Jahr die POL&IS-Fahrt der Stufe 13 statt. Das Planspiel POL&IS, das fest im Schulprogramm verankert ist, bietet die Möglichkeit, im ganz Kleinen große Politik nachzuspielen und selbst in die Rolle von Regierungschefs und Ministern der verschiedenen Staaten zu schlüpfen. Streng überwacht von der Weltbank, der Weltpresse und den Nicht-Regierungs-Organisationen geht es darum, für seinen Staat die besten Verträge abzuschließen, im POL&IS-Jahr erfolgreich zu wirtschaften und bei der Welthandelsbörse Rohstoffknappheiten oder Energieüberschüsse auszugleichen.

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Die Schüler(innen) präsentieren ihre erzielten Ergebnisse oder äußern ihre geplanten Vorhaben „jährlich“ auf der UN-Generalversammlung. Die Simulation soll so realistisch wie möglich ablaufen und so gibt es natürlich – wie im richtigen Leben – Staaten, die Kriege anzetteln oder die Presse boykottieren. Internationale Politik ist nicht länger ein gern gemiedener Teil der Tageszeitung, sondern wird durch dieses Planspiel zu einem spannenden Erlebnis, so sehr, dass selbst in Spielpausen noch verhandelt und diskutiert wird.

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musikschule

Gesamtschule An der Erft Neuss - Hier wächst die Zukunft

Reuschenberg (Jahrgänge 8 - 13)
Aurinstr. 59
41466 Neuss
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Weckhoven (Jahrgänge 5 - 7)
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Gesamtschule An der Erft, Ganztagsschule, Profile: Berufswahl- und Studienvorbereitung, Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Schule und Kultur, Musikschule Neuss, Theater am Schlachthof

Schulprogramm: 60 Minuten Unterricht, Soziales Lernen, Inklusion, Förder- und Forderkonzepte, Fremdsprachenkonzept, Comenius-Projekt, Themen- und Projektwochen, Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben und Vereinen