Geschichte

Geschichte „vor Ort“ erkunden

Sowohl im Rahmen des Faches „Gesellschaftslehre“ als auch in den Geschichtskursen der Oberstufe ist es ein besonderes Anliegen unserer Schule, das Schülerinnen und Schülern die im Unterricht erworbenen Kenntnisse exemplarisch „vor Ort“ vielfältig vertiefen und sinnlich zu erschließen.

Deshalb werden in nahezu allen Jahrgängen die unterschiedlichsten Exkursionen unternommen. So zum Beispiel im 5. Jahrgang zum Neanderthalmuseum (Frühgeschichte), im 6. Jahrgang geht es zum Clemens-Sels-Museum oder nach Xanten (Römerzeit), im 7. Jahrgang auf den Spuren Karls des Großen nach Aachen oder im 9. Jahrgang zu den verschiedenen Industriemuseen des Ruhrgebiets (z. B. Zollverein Essen). Den eindeutigen Schwerpunkt bei den älteren Jahrgängen bildet selbstverständlich die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die sich brennglasartig wie nirgendwo sonst in Berlin spiegelt. Aber auch nähere Ziele, wie das phantastische Haus der Geschichte in Bonn oder die beeindruckende NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel wecken und vertiefen je auf ihre Weise historisches Bewusstsein.

Die „emotionale Seite“ solcher Exkursionen wurde besonders eindringlich erfahrbar bei der dreitägigen Reise unseres Geschichtskurses der Jahrgangsstufe 13 im Herbst 2009 unter der Leitung von Dr. Paul Brandmann und in Begleitung von Martin Scheufens zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald in Thüringen. Sie soll im Folgenden exemplarisch kurz beleuchtet werden.

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Die (erstklassige) Unterbringung erfolgte in der internationalen Jugendbegegnungsstätte Buchenwald, die sich in den ehemaligen Kasernen der SS-Wachmannschaften befindet! Einige „Ängste“ oder „Beklemmungen“ verringerten sich schnell durch die professionelle und menschlich einfühlsame Arbeit des unsere Gruppe begleitenden Pädagogen der Gedenkstätte. Er gestaltete das Programm flexibel und kombinierte Rundgänge, Filme und Arbeiten mit Dokumenten und Fundstücken mit gemeinsamen Besprechungs- und Auswertungsrunden.

Im Zentrum der Arbeit standen aber die verschiedenen Rundgänge mit ihren vielschichtigen Eindrücken. Durch das gut erhaltene Lagertor gelangt man über den damaligen Appellplatz zu einem großen Gelände, auf dem schwarze Steinfelder die Standorte der demontierten Holzbaracken der Häftlinge markieren. Auf der leeren Fläche befinden sich Mahnmale und Gedenksteine für die jeweiligen Häftlingsgruppen mit ihren je unterschiedlichen Geschichten. Neben dem alten Krematorium fällt besonders das große Kammergebäude am unteren Rand des Lagergeländes auf. Dort befindet sich heute die 1995 eröffnete historische Ausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers. Im Nebengebäude, der ehemaligen Desinfektion, ist eine Kunstausstellung zu besichtigen.

Außerhalb des eigentlichen Lagergeländes wurden weitere Orte der KZ-Geschichte erkundet. So der ehemalige Bahnhof sowie der (für die Häftlinge besonders grausame) ehemalige Steinbruch. Auch eine kurze Stadtführung im etwa acht Kilometer entfernten Weimar sah das Programm vor – und zwar unter dem Schwerpunkt „Die Nachbarschaft von Stadt und Lager im Nationalsozialismus“.

Aufgrund der überwältigenden Erfahrungen und der begeisterten Zustimmung der Schüler(innen) plant unsere Schule solche Exkursionen nach Buchenwald zu wiederholen.

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Schulprogramm: 60 Minuten Unterricht, Soziales Lernen, Inklusion, Förder- und Forderkonzepte, Fremdsprachenkonzept, Comenius-Projekt, Themen- und Projektwochen, Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben und Vereinen