Ergänzungsstundenkonzept

Welche Gesichtspunkte erscheinen uns für interessierte Leser/innen besonders wichtig?

In der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Sekundarstufe I finden sich die rechtlich bindenden Vorgaben zu den Ergänzungsstunden. Der Pflichtunterricht besteht in der Sekundarstufe I nach Maßgabe der gesetzlich vorgegebenen Stundentafel aus Kernstunden (Fachunterricht, Wahlpflichtunterricht) und Ergänzungsstunden. Die Ergänzungsstunden dienen der differenzierten Förderung im Klassenverband und/oder in anderen Lerngruppen. Ergänzungsstunden können klassen- und jahrgangsübergreifend sowie für begrenzte Zeit eingerichtet werden. Mind. 5 Ergänzungsstunden sollen für die individuelle Förderung eingesetzt werden, umgerechnet auf 60 Minuten Unterricht sind dies 4 Stunden. Es gibt keine Zensuren bei den Ergänzungsstunden, da sie als Maßnahmen zur individuellen Förderung verstanden werden. Ergänzungsstunden können nicht für den Unterricht in der Oberstufe verwendet werden.

Bestandsaufnahme: Welche Ergänzungsstunden sind an unserer Gesamtschule in der Sekundarstufe I umgesetzt?

Grundsätzlich sind die Spanischstunden den Ergänzungsstunden zuzuordnen. Spanisch muss in den Jahrgängen 8 bis 10 mit insgesamt 7 Wochenstunden unterrichtet werden. Demzufolge unterrichten wir Spanisch im 8. und 9. Jahrgang mit zwei Wochenstunden und im 10. Jahrgang mit drei Wochenstunden.

Bisher führen wir in der Sekundarstufe I außerdem 30 Minuten mehr Unterricht im Fach Englisch durch, die wir den Ergänzungsstunden zurechnen. Damit stärken wir die Fremdsprachenkompetenz unserer Schüler/innen in der 1. Fremdsprache. Diese Entscheidung ist vor einigen Jahren im Rahmen der Umstellung auf 60 Minuten Unterricht getroffen worden, um zu erreichen, dass Englisch in allen Jahrgängen (außer dem 9. Jahrgang) mit drei Wochenstunden unterrichtet werden kann. Die verschiedenen zusätzlichen Förderangebote im Fach Englisch (5., 6. und 10. Jahrgang) werden aus dem Ganztagszuschlag finanziert.

Wie stärken wir die Ergänzungsstunden ab dem Schuljahr 2011/12 in den Jahrgängen 9 und 10?

Im 1. Halbjahr des 9. Jahrgangs findet das Projekt „Zeitungszeit“ statt, das seit einigen Jahren von den bekannten Tageszeitungen in NRW unterstützt wird. Alle Schüler/innen erhalten für ca. drei Monate kostenlos eine lokale Tageszeitung, mit der im Unterricht fächerübergreifend gearbeitet werden kann, um die Lesekompetenz der Schüler/innen zu verbessern, das Interesse an politisch-ökonomischen Fragestellungen aufzubauen und die Allgemeinbildung zu stärken. Das Lesen von Tageszeitungen soll dadurch zur alltäglichen Normalität werden. Dieses Zeitungsprojekt wird unter Leitung eines Klassenlehrers / einer Klassenlehrerin, der / die nach Möglichkeit auch Deutschlehrer/in ist, durchgeführt.

Für das 2. Halbjahr im 9. Jahrgang ist vorgesehen, dass die fünf Englischlehrer/innen des Jahrgangs zweimal dasselbe Modul übernehmen. Hier würden sich die fachspezifischen Kompetenzbereiche „Reading“, „Listening“, „Writing“, „Basics“ und „Speaking“ anbieten; eine Entscheidung über die inhaltliche Gestaltung der thematischen Module trifft die zuständige Fachkonferenz. Die Zuweisung der Schüler/innen erfolgt für beide Module in der Halbjahreskonferenz nach Beratung der Fachkolleg/innen mit den Schüler/innen. Wir halten diese Unterstützung des Englischunterrichts im 2. Halbjahr auch deshalb für wichtig, weil zukünftig in den Zentralen Prüfungen am Ende des 10. Jahrgangs auch Kommunikationsprüfungen geplant sind. Diese zusätzliche Ergänzungsstunde wird die Vorbereitung auf die Zentralen Prüfungen erleichtern.

Im 10. Jahrgang wird im Schuljahr 2011/12 ein ähnliches Konzept umgesetzt. Dabei sind 6 Lehrer/innen für vier Klassen vorgesehen. Alle Schüler/innen des Jahrgangs nehmen an diesen Modulen teil; dieser Grundsatz gilt mit einer Ausnahme: Alle Spanischschüler/innen des Jahrgangs können nicht an dieser einstündigen Ergänzungsstunde teilnehmen, weil Spanisch selbst zu den Ergänzungsstunden gehört. Auch deshalb ist eine überlegte Wahl der Fremdsprache Spanisch ab dem 8. Jahrgang besonders wichtig. Die Fachlehrer/innen bieten bestimmte thematische Module pro Quartal in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an. Diese Module sind kompetenzorientiert und werden durch die Fachschaften festgelegt (z. B. Mathematik: Terme und Gleichungen bzw. Funktionen). Die Fachlehrer/innen führen in das Thema ein, klären grundsätzliche Fragen und bieten anschließend Materialien zur selbstständigen Arbeit an; dabei begleiten sie ihre Schüler/innen eher als Berater. Die Zeugniskonferenzen Ende des 9. Jahrgangs weisen die Schüler/innen für ein Quartal einem Förderkurs aus den drei Fächern zu. Zum 2. Quartal im 10. Jahrgang und zum 2. Halbjahr ist eine Wahländerung für die Schüler/innen möglich. Dazu ist vorab Rücksprache zwischen den Fachlehrer/innen und den Schüler/innen notwendig, um deren Bedürfnisse zu erfahren. 

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Schulprogramm: 60 Minuten Unterricht, Soziales Lernen, Inklusion, Förder- und Forderkonzepte, Fremdsprachenkonzept, Comenius-Projekt, Themen- und Projektwochen, Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben und Vereinen